Auch Thomas Edison brauchte 1.000 Versuche, bevor er die Glühbirne erfand.

Ohne ein Scheitern würden uns einige der größten Erfindungen, Entdeckungen und Produkte nicht zugutekommen. Es gibt zahlreiche Beispiele von Erfindern und Entdeckern, die zigfach scheiterten, bevor sie Erfolg hatten und den Lauf der Geschichte veränderten.

Einer der berühmtesten ist Thomas Edison, dem die Erfindung des Kohletelefonsenders, der Glühbirne und des Phonographen zugeschrieben wird. Tatsächlich brauchte es angeblich 1.000 erfolglose Versuche, bis er die erste Glühbirne erschuf. Laut Edison sind „viele Versager Menschen, die, als sie aufgegeben haben, nicht erkannt haben, wie nah sie dem Erfolg waren.“ Edison gab nicht auf, beharrte und lernte weiter, bahnte mit lebensverändernden Erfindungen einen Weg und ebnete den Weg für andere.

In der Tat können die Lehren aus Misserfolgen oft für den Erfolg genutzt werden. Hier sind fünf Dinge, die Führungskräfte lernen können, wenn sie es immer und immer wieder versuchen:

Die Wichtigkeit einer Fail-Fast-Mentalität

Bei einer „Fail-Fast-Mentalität“ bleibt wenig Zeit, um über Fehler nachzudenken oder irgendjemandem Schuld zuzuweisen, was sich negativ auf Moral, Innovation und Kreativität auswirken kann. Erfolgreiche Führungskräfte verstehen, dass Misserfolge Gelegenheiten für Unternehmen sind zu lernen, zu wachsen und voranzukommen, was zu einer gesamtheitlichen besseren Leistung führt. Mit einer Fail-Fast-Philosophie erfahren Führungskräfte und ihre Unternehmen die Freiheit, Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen, was ihnen hilft, ihr volles Potenzial für langfristigen Erfolg auszuschöpfen.

Schritte zum Erfolg

Kluge Führungskräfte verstehen, dass Fehlschläge nicht nur alltäglich sind, sondern auch als entscheidende Sprungbretter zum Erfolg dienen können. Meistens ist es selten, auf Anhieb einen Home-Run zu erzielen. Die Produktentwicklung durchläuft in der Regel zahlreiche Trial-and-Error-Prozesse. Spitzensportler passen ihre Techniken und Trainingsprogramme ständig an, bevor sie diesen einen Rekord erreichen. Sie sehen Rückschläge als Bausteine, die helfen, ihre Leistung zu verbessern. Für Führungskräfte ist es genauso wichtig, Misserfolge positiv zu sehen, nämlich als eine Reihe von Sprungbrettern, die zum Erfolg führen.

Am Status quo rütteln

Führungskräfte können sich oft in ihrer eigenen Denkweise verzetteln und neuen Ideen widerstehen. Scheitern kann jedoch ein Zeichen dafür sein, dass die Art und Weise, wie die Dinge getan werden, nicht funktioniert. Es ist also eine Kraft, die den Status quo erschüttern kann. Das bekannte Zitat „Der Wahnsinn tut immer wieder dasselbe und erwartet andere Ergebnisse“ unterstützt diese Vorstellung von der Notwendigkeit, Veränderungen anzunehmen. Scheitern könnte selbst für die willensstärksten Führungskräfte der einfachste Weg sein, eine Wachstumsmentalität anzunehmen und Wege zur Weiterentwicklung und Veränderung zu finden. Anhand der Gründe, warum etwas fehlgeschlagen ist, können Entscheidungen über alternative Methoden/Lösungen getroffen werden, die letztendlich zum Erfolg führen können. Ohne Misserfolge können sich Führungskräfte und Unternehmen mit dem Status quo zufriedengeben und der Konkurrenz die zahlreiche Wachstumschancen überlassen.

Auf Erfahrungen zurückgreifen

Misserfolge sind eigentlich ein verkappter Segen, weil die Erfahrungen künftige Entscheidungen beeinflussen werden. Die Art und Weise, wie auf Misserfolge reagiert wird, hilft nicht nur bei der Entwicklung von Führungsqualitäten, sondern fördert auch kreatives Denken. Führungskräfte, die in Krisensituationen verwickelt waren, bleiben eher ruhig und besonnen, wenn wieder eine Krise eintritt, weil sie auf frühere Erfahrungen zurückgreifen können. Wenn sie über eine solide Erfahrungsbasis verfügen, haben sie mehr Selbstvertrauen, ihre Komfortzone zu verlassen. Tatsächlich bietet der Umgang mit Fehlern wertvolles Training am Arbeitsplatz, das eine Wissensbank schafft, auf die in der Zukunft zurückgegriffen werden kann.

Ein Betrag, um demütig zu bleiben

Es gibt nichts Demütigenderes als Scheitern, egal unter welchen Umständen. Scheitern spielt eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, dabei zu helfen, bescheiden zu bleiben und das eigene Ego im Zaum zu halten. Erfolg kann ein Gefühl der Unbesiegbarkeit und Überlegenheit hervorrufen, etwas das für viele zum Untergang geführt hat. Führungskräfte mit einer „Midas-Touch-Mentalität*“ und einer Reihe von Erfolgen treffen möglicherweise schlechte Entscheidungen, weil sie glauben, dass alles, was sie anfassen, zu Gold wird. Haben sie im Gegenzug bereits Misserfolge erlebt, lassen sie sich den Erfolg normalerweise weniger zu Kopf steigen, weil sie wissen, dass sich die Dinge jederzeit ändern können. Sie sind auch geerdeter und erkennen, dass sie nur Menschen sind. Fehler haben in so einem Umfeld weniger Auswirkungen und sie erholen sich im Allgemeinen schneller. Auch wenn es vielleicht nicht sofort ersichtlich ist, trägt Misserfolg wesentlich zur Demut bei, die ein wesentliches Merkmal von Spitzenkräften ist.

 * Der Begriff „Midas Touch“ wird verwendet, um sich auf die Fähigkeit zu beziehen, alles potenziell profitabel zu machen, was es den Menschen ermöglicht, große Geldbeträge zu verdienen und zu verwalten. Die Leute benutzen es oft neidisch und erklären, dass jemand eine fast magische Fähigkeit hat, die es ihm oder ihr ermöglicht, erfolgreich zu sein, wo andere scheitern. 

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

Quelle: fastcompany.com
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