Für viele CEOs lautet die Antwort: jetzt sofort. Eine neue Umfrage unter Unternehmensleitern zeigt, dass der Klimawandel nicht mehr als ein hypothetisches zukünftiges Ereignis angesehen wird.

In der jährlichen Umfrage des Conference Board unter CEOs weltweit stimmt fast die Hälfte der globalen CEOs zu, dass der Klimawandel ein aktuelles Problem ist, wobei sie steigende Energiekosten und eine stärkere Regulierung als Hauptanliegen nennen.

Weltweit gaben 22 % der CEOs an, dass der Klimawandel bereits große Auswirkungen auf ihr Unternehmen hat. Aufgeschlüsselt nach Regionen waren die CEOs in Europa am besorgtesten ‒ 36 % gaben an, dass der Klimawandel ihr Geschäft bereits jetzt beeinträchtigt ‒ gegenüber 23 % in Lateinamerika, 21 % in den Vereinigten Staaten, 16 % in Japan und 14 % in China. Weniger als ein Fünftel der CEOs weltweit erwartet keine Auswirkungen des Klimawandels in den nächsten 20 Jahren.

CEOs auf der ganzen Welt nannten die Bindung von Talenten als ihr wichtigstes internes Anliegen für dieses Jahr, da Burnout nach der Pandemie einen hohen Tribut in der Belegschaft fordert. Die Unternehmen wollen eine widerstandsfähigere Kultur mit einem stärkeren Führungsnachwuchs schaffen, halten aber Programme zur Förderung von Vielfalt und Integration nicht für notwendig, da solche Bemühungen nur an zehnter Stelle der Prioritäten im Bereich Humankapital stehen. Auch Investitionen in datengesteuerte Lösungen für das Personalmanagement haben keine Priorität, obwohl sie von der Personalabteilung, von Investoren und Regulierungsbehörden gefordert werden.

Weitere wichtige Ergebnisse der Umfrage:

Rezessionsprobleme: Die US-CEOs wurden von der Rezession überrumpelt und stuften sie als den sechstwichtigsten externen Faktor im Jahr 2022 ein. Jetzt werden Inflation und Abschwung von den Unternehmen weltweit als die drängendsten Probleme eingestuft, und es wird erwartet, dass das auch im Jahr 2023 so anhalten wird.

Kriegssorgen: Die europäischen CEOs sind am meisten über die Unruhen in der Ukraine besorgt. Was den Krieg betrifft, so sind die CEOs weltweit der Ansicht, dass das Risiko von Cyberangriffen aufgrund des Konfliktes zunimmt.

ESG-Dynamik: CEOs stellen fest, dass die Ausgaben für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) trotz des Abschwungs nicht zurückgehen werden.

Erleichterung in der Lieferkette: Die Versorgungsketten scheinen sich zu normalisieren, denn Probleme in der Versorgungskette werden jetzt als weniger besorgniserregend eingestuft als noch vor einem Jahr.

Covid-19: Für die CEOs in den USA und Europa sind die Störungen durch die Covid-19-Pandemie größtenteils vorbei. Jedoch ist die Besorgnis über die Auswirkungen der Pandemie unter den CEOs in China, wo die Covid-19-Fälle mit der Lockerung der Beschränkungen sprunghaft angestiegen sind, weiterhin groß. Ebenfalls besorgt zeigen sich die CEOs in Japan, wo die Abriegelungen in China die Lieferketten unterbrochen haben und eine neue Welle von Fällen im Spätsommer 2022 die Geschäftstätigkeit im Einzelhandel und im Dienstleistungssektor beeinträchtigt hat.

Das Conference Board erstellte seinen Bericht auf der Grundlage von Umfragen, die im November und Dezember 2022 von über 1.100 Führungskräften, darunter 670 CEOs, durchgeführt wurden. Vierundzwanzig Prozent der Befragten stammten aus den Vereinigten Staaten, 20 Prozent aus Lateinamerika, 16 Prozent aus Europa, 13 Prozent aus Japan und 12 Prozent aus China.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

Quelle: fastcompany.com
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